Sonntag, 29. November 2015

Syrien Russland - Was die (westlichen) Medien verschweigen

Präsident Putins Formulierung vom Dolchstoß in den Rücken durch die Türkei anläßlich des Abschusses der Suchoi-24 vor kurzem, nahm der syrische Außenminister al-Muʽallim – zu Gast in Moskau – wieder auf, als er mit Blick auf den nördlichen Nachbarn und die durch ihn geleistete Terrorismusunterstützung „aus ideologischen Gründen“ äußerte, die Türkei „schlägt uns somit bereits fünf Jahre lang jeden Tag in den Rücken“. (http://sptnkne.ws/ahUd) Entgegen den ersten Verlautbarungen türkischer Medien kam der Mörder des russischen Piloten nicht aus den Reihen einer turkmenischen „Rebellen“gruppe. Statt dessen handelt es sich um den etwa 33-jährigen Türken Alparslan Çelik, Sohn des ehemaligen Bürgermeisters von Keban (Türkei), welcher zudem der türkischen extremen Partei MHP („Graue Wölfe“) angehört, was schließlich „Serihaber“und „Hürriyet“ meldeten. Çelik hatte sich nämlich vor der Kamera des Mordes gerühmt und als Beweis Stücke des Fallschirms in die Kamera gehalten. Vor einiger Zeit hatte er sich im Irak den von den USA unterstützten turkmenischen “Rebellen”truppen angeschlossen, was dessen Vater in der türkischen Presse (http://www.cnnturk.com/fotogaleri/turkiye/mhpli-eski-baskanin-oglu-savasmak-icin-iraka-gitti?page=1) besonders stolz herausgestellt hatte. (http://sptnkne.ws/ahYc) Luftwaffenchef Generaloberst Viktor Bondarew bedankte sich ausdrücklich bei den Unterstützern des russischen Bergungsteams für den abgeschossenen Co-Pilot: „Ich möchte allen Teilnehmern der Rettungsoperation, die den Co-Piloten Konstantin Murachtin unter komplizierten Bedingungen, nachts, durch Extremisten bedroht, gefunden und zum Stützpunkt ausgeflogen hatten, für präzises Handeln, Ausdauer und Mut danken“. Dabei befand sich das Rettungsteam im Wettlauf mit den ebenfalls nach Muraschtin suchenden Terroristentrupps. Schließlich sind im Absturzgebiet laut Mitteilung von Generalmajor Igor Konaschenkow vom Tag davor „Terroristen und einige andere nicht identifizierte Gruppen“ aktiv. Der Pilot selbst war noch am Fallschirm hängend in der Luft erschossen worden. Auffallend hinsichtlich des Abschusses und Absturzes der Suchoi-24 war zudem gewesen, daß der Kameramann, der letzteren aufgenommen hatte, so schnell an der richtigen Stelle gewesen und das aufgenommene Video kaum 90 Minuten nach dem Vorfall schon bei YouTube ins Netz gestellt worden war. Hierzu führte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums aus: „Der Winkel der Aufnahme gestattet es, ihren möglichen Ort zu identifizieren. Er lag auf dem Territorium, das von radikalen Terrorgruppierungen aus Nordkaukasus und einigen ehemaligen Unionsrepubliken kontrolliert wird. Der Kameramann wusste ganz genau die Zeit und den Ort, wo er diese exklusiven Aufnahmen machen konnte“. Bondarew setzte hinzu: „Der operative Einsatz von Extremistenbanden am Absturzort und die schnelle Veröffentlichung des Videos im Internet zeugen davon, dass die Terroristen von der geplanten Provokation im Voraus informiert wurden“. (http://sptnkne.ws/ajaT) Als weitere Konsequenz des türkischen Abschusses des russischen Kampfjets hat Rußland den visafreien Reiseverkehr mit Türkei eingestellt. (http://sptnkne.ws/ahVE) Auch der russische Präsidentensprecher Peskow verweist auf spezifische Informationen hinsichtlich der Verbindung des Sohnes (Bilal) des türkischen Staatschefs Erdogan mit dem IS-Ölhandel. (http://www.sana.sy/?p=304122 vom 28.11.2015; vgl.u. hinsichtlich der syrischen Auskünfte hierzu) – Bezeichnenderweise sei zudem Erdogans Schwiegersohn der neue Energieminister des Landes, erinnerte Peskow. (http://sptnkne.ws/ajgM) Einen Überblick über die russischerseits unterstützten counterterroristischen SAA-Operationen vom 27.11.2015 bieten http://sana.sy/en/?p=62791 und http://www.sana.sy/?p=303752>/a> (u.a.: nach der Befreiung einiger Orte im Rîf Dimašq, nach Säuberung von letzten Terroristenverstecken Durchsuchung des Gebiets nach in den Häusern und unterwegs hinterlassenen Sprengladungen und Minen und deren Entschärfung; Desgleichen in den befreiten Blocks von Darʽâ al-Maḥaṭṭa; Verhinderung eines IS-Angriffs vom aṭ-Ṭawîl-Berg in al-Bayârât bei Tadmur her östlich von Ḥomṣ u.v.a.). Nach Verlegung des äußerst effektiven neuesten russischen Langstrecken-Flugabwehrsystems S-400 hat die US-geführte Koalition ihre illegalen Flüge im syrischen Luftraum eingestellt. Der Stab bestreitet jedoch einen Zusammenhang mit dieser Stationierung (http://sptnkne.ws/ajbj vom 27.11.2015) Nun schon zum dritten Mal hat die US-geführte Koalition die Wasserpumpenanlage der Großstadt Aleppo in al-Ḫafsa getroffen, welche seither außer Funktion ist (zu den verheerenden Folgen vgl.u.). Die Reparaturmannschaften sind bereits vor Ort. (http://sana.sy/en/?p=62788) Während der gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem französischen Amtskollegen Francois Hollande machte Präsident Putin am Do., 26.11.2015, deutlich, der syrische Staatspräsident Dr. al-Assad sei der Hauptalliierte im Counterterrorismus. Dies begründete er u.a. wie folgt: „We all believe that it’s impossible to successfully fight the terrorists in Syria without ground operations”. Jedoch: „there’s no other force to conduct ground operations against ISIS … except the government army of Syria. In this regard, I think that the army of President Assad and he himself are our natural allies in the fight against terrorism.” Inzwischen sei man mit der französischen Regierung übereingekommen, Geheimdienstdaten über den IS wie andere Terrorgruppen auszutauschen. (http://sana.sy/en/?p=62785, s.a. http://www.sana.sy/?p=303771) Nach einem Bericht von al-Mayâdîn sind 50 US-Soldaten aus der Türkei nach Ain al-ʽArab dicht an der Grenze in Nord-Syrien verlegt. Das Pentagon gibt an, diese würden die kurdischen Kämpfer ausbilden. Vor kurzem seien schon US-Soldaten nach Qâmišlî (falsch: Ghameschli) geschickt worden, wo Gruppen der PKK kämpfen. (http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/293882-50-us-soldaten-im-syrischen-kubani, http://sptnkne.ws/ahVn) Hurriyet meldet am Fr., 27.11.2015, mit Rückgriff auf diplomatische Quellen, die Türkei habe nach dem Abschuß der Suchoi-24 Flüge der eigenen Luftwaffe im syrischen Luftraum (!) eingestellt. (http://sptnkne.ws/ahNg) – Diese Grenzverletzungen sind ohne die Erlaubnis der syrischen Regierung völkerrechtswidrig und würden die SAAF zum Abschuß berechtigen in der Art, die die Türkei kürzlich gegenüber dem russischen Jet für sich geltend machte. Rußlands Außenminister Sergej Lawrow zur Türkei: „Wir reden derzeit davon, dass Terroristen das türkische Territorium nutzen, um dort Operationen in Syrien und anderen Ländern vorzubereiten. Das darf für niemanden ein Geheimnis sein“. (http://sptnkne.ws/ahfN)