Montag, 21. Dezember 2015

EU geht in die Pleite....

Nachdem das „Zypern-Modell“, der „Bail-in“ – also die Enteignung der Konteninhaber und Aktieneigner von Banken im Falle von deren Insolvenz -, im März 2013 erstmals in Zypern angewandt worden war, verkündete der Chef der Euro-Gruppe, Djisselbloem, dies sei von nun an die Blaupause für die gesamte EU. Jetzt bekräftigte er erneut, die Anwendung des „Bail-in“ sei absolut notwendig, und am 1. Januar 2016 wird die entsprechende, inzwischen von allen EU-Mitgliedstaaten verabschiedete Richtlinie offiziell in Kraft treten.
Der nächste transatlantische Finanz-Crash, neben dem der Zusammenbruch von Lehman Brothers und AIG im September 2008 wie ein Spaziergang erscheinen wird, ist bereits in vollem Gang. In den USA sind bereits vier Hedgefonds pleite gegangen, die wie der gesamte Schiefergas- und Ölsektor angesichts des auf unter 35 Dollar pro Barrel gefallenen Ölpreises in einer Fünf-Billionen-Dollar-Derivatblase verstrickt sind, weil Verträge abgeschlossen worden waren, deren  Basis eines Ölpreis von 80 Dollar oder mehr ist. Ebenso hat die Blase im kommerziellen Immobilienbereich, von dem die ganze globale Krise ihren Anfang genommen hatte, inzwischen einen größeren Umfang erreicht als im Sommer 2007.
Am 1. Januar muß Puerto Rico eine Milliarde Dollar aus einer Gesamtschuldensumme von 72 Milliarden zahlen, die es nicht hat – und daran hängen wiederum Hedgefonds und Banken, denen die Insolvenz droht. In Alberta im westlichen Kanada kam und kommt es zu einer Serie von Insolvenzen im Schieferöl-Sektor, was eine Selbstmordwelle unter den Betroffenen ausgelöst hat. Die offizielle Arbeitslosenstatistik von 5% in den USA ist ein schlechter Witz, in Wirklichkeit sind mehr als 90 Millionen Personen im arbeitsfähigen Alter nicht beschäftigt – zum erheblichen Teil, weil sie es aufgegeben haben, sich um Arbeit zu bemühen. 40% der Beschäftigten verdienen weniger als 15.000 Dollar im Jahr – das entspricht dem Mindestlohn -, die Hälfte von ihnen weniger als 5000 Dollar im Jahr. Aus der Arbeitslosenstatistik fällt bereits heraus, wer nur einen Tag pro Monat arbeitet.
Tatsache ist, daß sich der gesamte transatlantische Sektor in einem Kollaps befindet, der sich immer mehr beschleunigt. Angesichts einer Gesamtverschuldung und Derivatgefährdung im Billiardenbereich sind die Rezepte, die die US-Administration und die EU für diesen Kollaps in petto haben – nämlich nichts anderes als die sogenannte „quantitative Erleichterung“, also weiteres Gelddrucken, und der „Bail-in“, also die Enteignung der Konteninhaber, Anleihe- und Aktienbesitzer, einfach nur als kriminell zu bezeichnen. Je mehr sich dieser Crash ausweitet, desto mehr Menschenleben wird er kosten. Der geplante „Bail-in“, den Eurogruppen-Chef Djisselbloem soeben noch einmal verteidigt hat, ist eine Politik, die weitaus mehr Menschenleben kosten wird als die Kanonenboot-Politik der EU auf dem Mittelmeer. Wenn die Ziele des sogenannten Berichts der fünf Präsidenten, den diese im Juli veröffentlicht haben, in Gänze umgesetzt werden sollten, wäre die EU eine vollständige totalitäre Diktatur im Interesse der Banken