Dienstag, 22. Dezember 2015

die Schweinerei geht munter weiter

Die freie Journalistin und Pro-Asyl-Aktivistin Inga Rahmsdorf berichtet in der Süddeutschen Zeitung vom 21. Dezember, S. 6, zum wiederholtem Male ein rühriges Flüchtlings-Märchen, wie Vergleichbares in der fremdliebenden Systempresse so gerne und oft propagiert wird. Man könnte über die weinerliche, qualitativ minderwertige journalistische Arbeit hinweggehen, wäre sie nicht dank ihrer Widersprüche, ihres Eingeständnis der Rechtsbrüchigkeit, wegen des Selbstplagiats der Autorin oder der armseligen Rechtfertigungsversuche so exemplarisch für das, was sich alltäglich die einmal als freiheitlich gedachte Presse in ihrer ganzen Unverschämtheit zugesteht.
Bereits am 9. Oktober 2015 berichtete Inga Rahmsdorf in der Süddeutschen Zeitung, wie der 31jährige Syrer Adnan Ghnema, immerhin einst stolzer Eigentümer eines „Stickereiunternehmens“ in Aleppo, im Jahr 2012 mit seiner Familie die Flucht antreten musste. Mehr „als drei Jahre lang waren sie auf der Flucht, sie lebten in einem Dorf an der Grenze zur Türkei“. Dieses Dorf, wie sich herausstellt, heißt Killi und liegt ungefähr 35 Kilometer von Aleppo und ca. 20 Kilometer von der Grenze zur Türkei entfernt. Man lebt hier zusammen mit den Eltern, mit Brüdern und Schwestern und Nichten und Neffen des Herrn Ghnema. Drei Jahre „Flucht“ eines angeblich wohlhabenden Junggroßunternehmers in die unmittelbare Nachbarschaft, wo man offensichtlich samt der ganzen Familie sesshaft wurde?
Dem „diplomierter Geograph“ und strahlenden Helden wurde es aber im Juli 2015 zu langweilig und in Deutschland lockte unverhohlen Frau Bundeskanzler Merkel mit lauten, zarten Worten. Er war daher flink entschlossen, sich „auf die illegale Route nach Deutschland zu begeben“: „[A]ls es dort [in Killi] gefährlich wurde und immer öfter Bomben fielen, beschloss Adnan, sich nach Europa aufzumachen, gemeinsam mit einem anderen Bruder und einem Neffen.“ Das Geld für die Schleuser brachte sein Bruder Mohamed Ghnema, der in Deutschland lebt, auf und schickte es dem armen Flüchtenden zu. Konsequenzen für diese kriminelle Handlung muss er nicht fürchten. Frau und Kinder ließ Adnan Ghnema also zurück, als es besonders gefährlich wurde. Aber er könne es ja rechtfertigen. Er habe gehört „von gefährlichen Überfahrten auf Schlauchbooten, von Kindern, die ertrinken, von Frauen, die vergewaltigt werden.“
Sofort stellen sich dem kritischen Leser viele Fragen. In die sichere Türkei, nur 20 Kilometer entfernt, zu fliehen, bedeute eine gefährliche Überfahrt auf Schlauchbooten? Zusammen mit drei Männern (Ehemann, Bruder, Neffe) zu reisen, werde zu Vergewaltigung führen? Dafür lässt man die Frau und Kinder unbeschützt im Stich in einer Lage, in der Bomben fallen und täglich der Tod droht? Warum ist man eigentlich nicht gleich in die Türkei gegangen, sondern hat drei Jahre gewartet? Immerhin war das Dorf Killi bereits Anfang 2014 Schauplatz von Kämpfen zwischen dem Islamischen Staat und syrischen Rebellen. Ja, das ist orientalische Logik, blumenreich, irrational, verlogen und auf plumpe Emotionalisierung angelegt, um die eigene moralische Minderwertigkeit zu überdecken und anderen das Eigenverschulden anlasten zu können.
Irgendwann im August, noch während der „Flucht“ unseres lieblichen Familienmenschen, starb dann die jetzt auch noch hochschwangere Frau des Herrn Ghnema nebst einer minderjährigen Nichte, angeblich durch ein Bombardement. Dass das recht unwahrscheinlich ist, weil erst im Oktober 2015 im Zuge der Aleppo-Offensive der syrischen Armee nachweislich Bomben auf Killi gefallen sind, soll niemand erfahren. Der Lagerist Mohamed Ghnema, der Bruder Adnans, der seit einiger Zeit in Taufkirchen bei München mit seiner vorgeblichen Frau Nisrin Ismail lebt, findet aber drohende Worte, mit denen er die Hand kräftig beißt, die ihn füttert und streichelt:
Ihn quält nicht nur der Schmerz über den Verlust seiner Schwägerin und Nichte und die gefährliche Situation der Familie in Syrien. Ihn quält auch der Gedanke, dass dieser Tod hätte vermieden werden können. „Würden wir in einem anderen Bundesland leben, dann würden die beiden noch leben“, sagt er.
Das ist eine schale Lüge. Rahmsdorf goutiert sie aber und zitiert sie in allen ihren Artikeln.
Ende Oktober habe „die Familie“ aus Killi nach der Türkei zu fliehen versucht, obwohl die Schwester der Herren Ghnema beim Bombenangriff an den Beinen schwer verletzt worden sei. Man harrte sogar zwei ganze Tage an der Grenze aus, bevor man zurückgewiesen wurde, denn nun verlangten die Grenzschützer eine Einladung des Auswärtigen Amtes. Hierfür bedarf es aber amtlicher Dokumente. Doch der dreijährige Sohn habe keine Geburtsurkunde, weil er „im Flüchtlingslager“ geboren worden sei. Nur: In Syrien gibt es keine Flüchtlingslager wie im Libanon oder in der Türkei, schon gar nicht unmittelbar vor Aleppo und auch nicht in Killi. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Frau und Kinder des Herrn Ghnema bei den Familienangehörigen in Killi in deren Haus lebten. Weshalb sollten sie 2012 erst in ein Flüchtlingslager zur Geburt des Kindes gehen?
Wie dem auch sei. Durch den illegalen Druck der Süddeutschen Zeitung erpresste man von den charakterlosen und wohl auch etwas geistig minderbemittelten Amtsdienern des Auswärtigen Amtes einen Termin für die Ghnemas; von den gesetzlichen Voraussetzungen, nämlich gültigen „Pässen“ für die Kinder, sah man wegen der Intervention der Süddeutschen Zeitung geflissentlich ab. Dennoch musste „die Familie“ jetzt doch mit Schleppern über die Grenze. Man hatte offensichtlich keine Angst mehr vor Schlauchbooten und Vergewaltigungen. Und in der Türkei warteten nun auch noch in Grenznähe Freunde, die sie aufnahmen, versorgten und den Weitertransport organisierten.
Den angeblichen Kindern des Herrn Ghnema wurden von der deutschen Botschaft im ängstlichen Gehorsam Visa für Deutschland zugesagt, ohne jeden amtlichen oder sonstigen Nachweis zu verlangen – also illegal. Nur für die übrigen Verwandten gilt das noch nicht.
Wie es für die anderen Verwandten weitergeht, wissen sie nicht. Besonders um die verletzte [Wie kam die nach Ankara?] und verwitwete [Plötzlich ist sie auch noch verwitwet!] Schwester und ihre Tochter [Hieß es nicht eben noch, diese sei durch Bomben gestorben?] machen sie sich Sorgen. „Wenn sie kein Visum erhalten, bleibt mir nichts anderes übrig, als auch sie illegal über das Meer zu schicken“, sagt Ghnema.
Der Patriarch Mohamed Ghnema weiß sich um seine Familie zu kümmern. Er gibt mit krimineller Selbstverständlichkeit Anweisungen aus, was ihn wegen der deutschen Moralpresse fast nicht zu verübeln ist. Um todbringende Schlauchboote und Vergewaltigungen scheint auch er sich nicht mehr zu scheren. Um geltendes Recht schon gar nicht. Der hündisch dreinblickende Adnan Ghnema aber ist entweder ein schäbiger Lügner oder ein retardierter Heuchler oder ein eigensüchtiger Feigling. Mehr nicht. Diese Eigenschaft teilt er mit hunderttausend „Neudeutschen“, die seit Sommer 2015 zum Verderben Europas und Deutschlands angelockt worden sind und noch immer angelockt werden. Unterstützung erfahren sie von dummen und dreisten Systemschmarotzern, die meinen, man könne sich mit den offensichtlichsten Lügen moralisch über alle Welt erheben und noch etwas Geld damit verdienen.