Samstag, 30. Januar 2016

Illegale Sozialeinreisende und Beschäftigungszahlen REAL

Für die Unternehmen sind die Flüchtlinge überwiegend ein Reservoir für kostengünstige Arbeitskräfte. In einer Befragung des Ifo-Instituts aus dem Oktober vergangenen Jahres gaben 41 Prozent der Firmen an, dass sie vor allem im Bereich ungelernter Hilfsarbeiten ein großes Einstellungspotenzial für Flüchtlinge sähen. 37 Prozent konnten sich auch vorstellen, Auszubildende unter den Flüchtlingen zu finden, aber nur 22 Prozent glaubten, unter den Asylsuchenden auch geeignete Fachkräfte zu finden. Auch von dieser Seite bleiben die Einkommensaussichten für viele Flüchtlinge also eher gedämpft.

Über 70 Prozent der Libanesen sind Leistungsbezieher

Vieles spricht also dafür, dass ein großer Teil der Asylsuchenden auf Jahre hinaus auf staatliche Unterstützung angewiesen sein wird – sei es in Form direkter Hartz-IV-Zahlungen oder als "Aufstocker", weil die durch Arbeit erzielten Einkommen zu gering für den Lebensunterhalt sind. Schon seit Jahren liegt der Anteil der erwerbsfähigen Leistungsbezieher unter den Migranten aus den Asylherkunftsländern weit über dem Schnitt.
Während unter den Ausländern in Deutschland insgesamt nur 15,4 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II beziehen, sind es bei den Syrern und Irakern jeweils deutlich über 40 Prozent und bei den Libanesen liegt der Anteil der erwerbsfähigen Leistungsbezieher sogar bei über 70 Prozent. Auch bei den Afghanen, den Marokkanern und den Iranern liegt die Quote rund doppelt so hoch wie bei den Ausländern insgesamt.
(Foto: Infografik Die Welt)
"Entscheidend wird sein, ob es uns gelingt, die Bildungsbiografien möglichst vieler Zuwanderer aufzuwerten", so IAB-Experte Brücker. "Wenn uns dies nicht gelingt, dann haben wir ein größeres Problem." Auch für Ifo-Forscher Felbermayr ist im Hinblick auf die Kosten die entscheidende Frage, inwieweit es gelingt, möglichst viele Flüchtlinge im Arbeitsmarkt unterzubringen. Er plädiert dafür, die jungen Flüchtlinge durch Qualifizierung ausbildungsfähig zu machen und für die Zuwanderer insgesamt einen Bereich zu schaffen, in dem der Mindestlohn nicht gilt.