Sonntag, 20. September 2015

Migranten sollen billige Arbeitskräfte werden

Wenn man sich die Aussagen der deutschen Bundesregierung und der Wirtschaftsvertreter anhört, dann muss man zum Schluss kommen, es geht Deutschland überhaupt nicht um Menschlichkeit und humanitäre Hilfe, was die Migrantenkrise betrifft. Das ist nur ein vordergründiges Schauspiel für die naiven und dummen Gutmenschen. Tatsächlich will man aus der Flut an Migranten billige Arbeitskräfte für die deutsche Industrie machen. Merkel wiederholt doch seit Jahren die Mantra über Wachstum und Deutschland und Europa müssen wettbewerbsfähiger werden. Wie erreicht man Wettbewerbsfähigkeit? Durch niedrigere Löhne. Also her mit den Migranten, die dann die bestehende "teurere" heimische Arbeiterschaft ersetzt. Die Lüge die verbreitet wird lautet, es gibt einen Fachkräftemangel, deshalb sind die Migranten nötig. Ja sicher, bei 6 Millionen Arbeitslose in Deutschland, 46 Millionen in der EU und 50% Jugendarbeitslosigkeit in den meisten EU-Ländern. Was hat Vizekanzler und SPD-Chef Sigmar Gabriel am Freitag gesagt? Er will mit frühen Deutschkursen und gezielter Ausbildung die "Flüchtlinge" für den deutschen Arbeitsmarkt fit machen. "Die beste Integration ist Sprache, Ausbildung und Arbeit," sagte er zusammen mit Wirtschaftsvertretern. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer begrüsste diese Pläne. Die Bereitschaft der Unternehmen, Flüchtlinge auszubilden oder einstellen zu wollen, sei gross. Die Bundesregierung gibt zu, 50 Prozent der Migranten wären unter 25 Jahre, ausserdem hätten fast alle ein Handy. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka sagte: "Und zurzeit, nach den Angaben die wir haben, sind über 50 Prozent von denen, die bei uns angekommen sind, unter 25 Jahre." Weil die meisten Flüchtlinge SmartHandys haben, sollen spezielle Apps zum Erlernen der deutschen Sprache entwickelt werden, sagte Wanka. Die Firmenchefs jubeln, denn die "Flüchtlinge" seien eine Chance, den angeblichen Fachkräftemangel zu bekämpfen, heisst es. Praktikumsplätze stünden bei der Deutschen Telekom oder der Deutschen Post oder beim Automobilbauer Daimler bereit. Die Euphorie bei Deutschlands Konzernen über Flüchtlinge ist offenbar gross. "Im besten Fall kann das eine Grundlage für das nächste deutsche Wirtschaftswunder werden", schwärmte Daimler-Chef Dieter Zetsche diese Woche. Jahrzehntelang haben die gleichen Firmenchefs die Ausbildung ihrer eigenen Mitarbeiter vernachlässigt, weil es ja Geld kosten könnte. Es ist ja billiger wenn Arbeitsämter und andere staatliche Einrichtungen die Ausbildung bezahlen. Die Firmenchefs jubeln wieder, weil sie dafür keinen Cent ausgeben müssen. Ausserdem, teure Ältere können gegen Jüngere billige ausgetauscht werden. Mehr ältere Arbeitslose? Kein Problem für die Bosse. Die Kosten übernimmt der Staat, also der Steuerzahler. Dann, welcher Fachkräftemangel? Abgesehen von einigen sehr wenigen Bereichen gibt es in Deutschland keinen Mangel aus gut ausgebildeten Leuten. Wenn die Unternehmen von Fachkräftemangel reden, meinen sie, dass sie aktuell nicht genügend qualifizierte Leute finden, die sie für einen Hungerlohn anwerben können. Die Migranten sind für die Unternehmen nichts weiter als ein höchst willkommenes Mittel, die Löhne noch weiter zu drücken, so siehts aus. Ist es nicht wieder interessant und typisch? Wegen Merkels totalem Versagen in der Flüchtlingspolitik, hat man einen Sündenbock gesucht und gefunden, deshalb Manfred Schmidt entlassen, den bisherigen Chef des Bundesflüchtlingsamts. Meine These, Migranten sollen billige Arbeitskräfte werden, wird mit der Ernennung des Nachfolgers bestätigt. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, soll neuer Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) werden. Das gab Bundesinnenminister Thomas de Maizière bekannt. Weise habe zugestimmt, beide Aufgaben gleichzeitig zu übernehmen. Aha, passt doch prima ins Konzept, beides, BA (Arbeit) und BAMF (Migranten), unter einen Hut zu bringen.